Die Theater-AG des Neuen Gymnasiums Stuttgart-Feuerbach


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"Feuerbacher Woche", 16. Juni 1999

Es geht auf ein Neues, alte Dame!
Die Theatergruppe des Neuen Gymnasiums spielte Dürrenmatt


(sis) - Das diesjährige Projekt der Theater-AG des Neuen Gymnasiums erreichte kürzlich in der Feuerbacher Festhalle seinen Höhepunkt. Die Aufführung von Friedrich Dürrenmatts tragischer Komödie "Der Besuch der alten Dame" wurde unter der Leitung der Oberstudienrätin Ulrike Strubel inszeniert.

Über 30 Schüler des Neuen Gymnasiums beteiligten sich an der Aufführung von "Der Besuch der alten Dame". Das Stück haben die Schauspieler zu Anfang des Schuljahres gemeinsam ausgesucht, berichtet die Regisseurin und Leiterin der Theater-AG, Ulrike Strubel.
Im Herbst begannen die Proben, und passenderweise wurde das Drama bei einigen Schülern gerade auch im Unterricht durchgenommen. Es handelt von einer Frau, die als Siebzehnjährige hochschwanger aus ihrem Dorf gejagt wurde und Jahre später als alte und inzwischen steinreiche Dame zurückkehrt, um sich die Gerechtigkeit zu erkaufen. Sie bietet dem verarmten Städtchen eine Milliarde für den Tod des Mannes, dem sie ihr Schicksal zu verdanken hat.
Die Schüler aus Mittel- und Oberstufe gaben während der drei Stunden ihr Bestes - und so kamen sowohl die komischen Momente als auch der Ernst und die kritische Botschaft des Stückes zur Geltung. "Es ist einfach eine super Truppe", meint Ulrike Strubel stolz.
Die Rolle der alten Dame selbst wurde doppelt besetzt: Bei der Premiere wurde sie von der Abiturientin Denise John gespielt, die schon seit langer Zeit bei der Theater-AG mitwirkt und zum Abschluss noch einmal eine große Rolle spielen wollte. Am Tag danach mimte die Elftklässlerin Ina Jaich die rächende Multimillionärin: "Sie passt einfach gut in die Rolle." Und das nicht nur wegen ihrer drehbuchgetreuen roten Haare.
Dennoch war es nicht leicht für die jungen Hauptdarsteller, alte Menschen zu spielen. Auch Ines Wagner-Drebenstedt in der Rolle des Jugendfreundes Alfred Ill hatte anfangs Schwierigkeiten, sich in einen 65jährigen Mann hineinzuversetzen, berichtet Strubel. Davon war am Abend der Aufführung freilich nichts mehr zu merken, da die ausgefeilte Darstellung das Publikum begeisterte.

Aber auch die Mitarbeiter hinter den Kulissen haben ihren Teil für die gelungene Aufführung beigetragen: Licht- und Tontechniker, Bühnenbildner und die Kostümbildnerin Sabine Miller ernteten für ihr Engagement viel Applaus.



"Stuttgarter Nachrichten", 18. Juni 1999

Die "alte Dame" füllte
die Zuschauerränge

Feuerbach (red). Der Besuch der alten Dame stand bei zwei Aufführungen der Theater-AG des Neuen Gymnasiums auf dem Programm. Der gute Besuch der beiden dreistündigen Vorführungen und der Applaus entschädigte für viele Stunden Arbeit und Proben. Nach dem großen Erfolg des Musicals "Tabaluga" wollten die Schüler ein reines Schauspiel aufführen, in dem die schauspielerische Leistung im Vordergrund steht. Der Bürgermeister war die ideale Rolle für Cédric Perkuhn, auch Katja Bauer stellte den Schuldirektor überzeugend dar. Die alte Dame, von Ina Jaich und Denise John gespielt, ernstete viel Applaus. Ines Wagner-Drebenstedt füllte die Rolle des Alfred Ill bis ins letzte Detail mit Leben. Auch in den anderen Rollen zeigte sich, dass das Ensemble von Ulrike Strubel mit mehr als 30 Teilnehmern über sehr gute Schauspieler verfügt - man darf auf das nächste Stück gespannt sein. In der Kulissen- und Kostümarbeit steckte wie immer sehr viel Arbeit von Kunsterzieherin Renate Radt und ihrem Team, sowie Sabine Miller, der Frau des stellvertretenden Schulleiters.


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