Die Theater-AG des Neuen Gymnasiums Stuttgart-Feuerbach


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Pressebericht zu Jean-Paul Sartres "Das Spiel ist aus":


"Feuerbacher Woche", 9. April 2003


"Das Spiel ist aus": In der Feuerbacher Festhalle zeigte das Mittel- und Oberstufentheater des Neuen Gymnasiums zweimal das anspruchsvolle Stück von Jean-Paul Sartre.

Neues Gymnasium: Das Spiel ist aus
Beim Mittel- und Oberstufentheater ging es um Leben und Tod
(bs) − Kaum konnte die Feuerbacher Festhalle alle Besucher fassen, als die Theater-AG des Neuen Gymnasiums zur Vorstellung einlud. Am vergangenen Donnerstag- und Freitagabend kam das anspruchsvolle Stück "Das Spiel ist aus" von Jean-Paul Sartre auf die Bühne.
Komödien − jetzt gibt es mal was Ernstes", erklärte Ulrike Strubel-Sigloch, die gleichermaßen engagierte wie beliebte Leiterin der Theater-AG der Mittel- und Oberstufe des Neuen Gymnasiums.

     Neben allen ernsten und lebensphilosphischen Fragen kamen aber auch makaber-humoristische Einlagen zum Einsatz, zum Beispiel, wenn man erst mit seiner eigenen Unterschrift und einem öffentlichen Stempel seinen Tod bestätigt bekommt. Oder wenn skurile Möchtegern-Dandies die Vorzüge der Schattenwelt erklären: "keine Verantwortung, keine materiellen Sorgen und absolute Freiheit".

     Und obwohl ihre Erfahrungen bei den toten und ihre gewonnenen Erkenntnisse über das Leben Pièrre und Ève kein Glück schenkten, brachten das Stück und die über 20 Schauspieler dem Publikum − ganz im Gegenteil − einen schönen und unterhaltsamen Abend.
Ursprünglich in Drehbuchform hatten sich Schüler den Text Stück für Stück vorgenommen und zur Theateraufführung mit vielen Einzelszenenumgeschrieben. Schwierig waren die Aktionen auf der bühne selbst, da sich im Stück die Welt der Toten und der Lebenden überschneidet, was rein durch die Darstellung der jungen Schauspieler gezeigt werden musste − eine Aufgabe, die mit Bravour gemeister wurde.

     Und so nimmt das Drama seinen lauf, als der Anführer einer revolutionären Untergrundsbewegung, Pièrre Dumaine, dargestellt von Nadine Schopf, und Ève Charlier (Sandra Tischendorf) zur selben Stunde ihr Leben verlieren, im Totenreich jedoch feststellen, dass sie eigentlich für-
einander bestimmt gewesen wären. Deswegen erhalten sie noch eine zweite Chance unter den Lebenden − unter der Bedingung, dass sie sich auch nach 24 Stunden noch rückhaltlos lieben und vertrauen.
     Doch Schein und Lüge, starrhalsige Oberschicht und Proletariat und ihre eigenen Interessen und Wünsche aus ihrem "alten" Leben lassen ihren Traum im letzten Moment platzen. Sie müssen erkennen, wie schwierig es doch ist, von seinem vorbestimmten Weg abzuweichen
     Nach ehreren Komödien fand vergangene Woche ein ernstes Thema seinen Weg zur Bühne. "Die Schüler werden immer gefragt, welche Richtung sie aufführen möchten. In der vergangenen     Zeit      waren     es     viele

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