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Unterhaltsame Katastrophen
Schüler
des Neuen Gymnasiums präsentieren anspruchsvolles Theaterstück |
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| (bs) - Unterhaltung der besonderen Art gab es vergangene Woche in der Feuerbacher Festhalle: Die Mittel- und Oberstufen-Theater-AG des Neuen Gymnasiums führte Thornton Wilders "Wir sind noch einmal davongekommen" auf. | |
| Das absurde und auf mehreren Ebenen spielende Stück aufzuführen,
war sicherlich keine ganz einfache Aufgabe, die jungen Akteure nahmen die Hürde aber mit Bravour
und viel Ausdrucksstärke. Zwar sei aufgrund der Länge des Stücks ein wenig gekürzt
worden, doch alles Wichtig sei beibehalten worden, erklärte Regisserurin Ulrike Strubel-Sigloch. Das komplexe Stück unternahm einen Streifzug durch die Geschichte der Menschheit: Die Zuschauer begleiteten Mr. Antrobus, den Erfinder des Alphabets, der Zahlen, des Rades, des Hebels und des Bierbrauens, durch sein viele Jahrtausende dauerndes Leben. Im 1. Akt noch durch die Eiszeit lebensgefährlich bedroht, wird er im 2. Akt Präsident der Säugetiere, muss am Ende jedoch vor einem katastrophalen Unwetter auf die Arche Noah flüchten. Im 3. Akt schließlich wird das Ende des Krieges verkündet. Das ganze Stück hindurch findet man nebeneinander Kain, Moses, Homer, Musen, eine Wahrsagerin und vieles mehr. Auch ein Theaterdirektor ist dabei, denn das Schauspiel um Apokalypse, Krieg, Literatur, Generationenzwist und Lebensphilisophie ist in die Rahmenhandlung einer Theaterprobe eingebettet, bei der die Schauspieler die Geschichte nebenher kommentieren und interpretieren und dabei Selbsterkenntnisse, Selbstzweifel und Probleme vor und hinter der Bühne ans Licht bringen. Eine wahre Erkenntnis für die Charaktere des Stücks gab es am Schluss nicht, um so mehr für das Publikum, das sich von solch aktiver und überzeugender Leistung der Akteure zu Recht begeistert zeigte und langanhaltenden Applaus spendete. |